Heizung
Heizungstausch: Wärmepumpe, Hybrid oder Gas?
Im Video erklärt
Heizungsgesetz abgeschafft: Wärmepumpe oder Gas, was rechnet sich?
Energieberater Steffen Rommel erklärt das Wichtigste in wenigen Minuten.
Heizungstypen
Die verschiedenen Heizungstypen im Überblick

Gasheizung

Wärmepumpe

Ölheizung

Pelletheizung
Gasheizung
Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, Juli 2026) gibt es die 65-%-Regel für neue Heizungen nicht mehr. Gas- und Ölheizungen dürfen weiter eingebaut werden; ab 2029 muss ein steigender Anteil klimaneutraler Brennstoffe genutzt werden. Wie sich das auf die Kosten auswirkt, rechnen wir im Einzelfall durch. Als Hybridlösung zusammen mit einer Wärmepumpe ist die Gasheizung in vielen Altbauten eine gute Wahl.
Ob sich eine Wärmepumpe rechnet, hängt vor allem vom Verhältnis zwischen Strom- und Gaspreis und von der Effizienz der Anlage ab. Mit einem Wärmepumpentarif und gut eingestellter Heizkurve ist sie heute in den meisten Häusern günstiger im Betrieb als eine neue Gasheizung.
Wärmepumpe
Die Wärmepumpe nutzt die Wärmeenergie aus der Umgebung, wie z.B. der Erde oder der Luft, um Ihr Zuhause effizient zu heizen. Sie ist besonders umweltschonend und energieeffizient. Durch die Nutzung der Umweltwärme braucht eine Wärmepumpe nur ca. ein Viertel der Energie die eine alte Gasheizung sie braucht.
Pauschal kann also gesagt werden, dass ab einem Verhältnis von Strom- zu Gaspreis von ca. 4 die Wärmepumpe schon heute die günstigere Heiztechnologie ist (z.B. Gaspreis 8 Ct/kWh und Strompreis 32 Ct/kWh). Für Wärmepumpen kann meist auch auf spezielle Wärmepumpen-Tarife zugegriffen werden, die meist 10 bis 20 Prozent unter dem normalen Strompreis liegen. Auch der steigende CO2-Preis sorgt dafür, dass mit Wärmepumpen eine höhrere Kostensicherheit realisiert wird.
Auch kann der benötigte Strom zum Teil durch eine Photovoltaik-Anlage bereit gestellt werden. Je nach Größe der PV-Anlage und des Energieverbrauchs ist eine Eigenstromversorgung der Heizung von 20 bis 40 Prozent realistisch.
Ölheizung
Die Ölheizung ist in den letzten Jahren wegen ihres schlechten ökologischen Fußabdrucks erheblich unter Druck geraten. Deshalb besteht auch für besonders ineffiziente Ölheizungen (Konstanttemperaturkessel) eine gesetzliche Austauschpflicht, wenn diese älter als 30 Jahre alt sind. Diese erkennt amn meist daran, dass die Kesseltemperatur nur von 70 bis 100°C eingestellt werden können und über keinen Außentemperaturfühler verfügen.
Aber auch moderne Brennwertheizungen machen nach ca. 15 bis 20 Jahren zunehmend Probleme, da Brenner und Wärmetauscher kaputt gehen. Diese dürfen nach aktueller Gesetzeslage repariert werden, jedoch sollte zumindest evaluiert werden, ob auch ein Tausch eine sinnvolle Option ist.
Beim Tausch des Wärmeerzeugers zu einer effizenten und umweltfreundlichen Alternative winken dann attraktive Fördergelder.
Pelletheizung
Die Pelletheizung nutzt Holzpellets als nachhaltigen Brennstoff. Sie ist eine umweltfreundliche Alternative und bietet langfristige Kostenersparnisse. Die durchschnittlichen Kosten für eine Pelletheizung für ein Einfamilienhaus liegen zwischen 30.000 und 50.000 Euro. Förderquoten von 30 % bis in der Regel 70 % sind möglich (KfW 458, Stand: 10/2026).
Pelletheizungen (auch andere Holzheizungen) stehen mehr und mehr unter Druck deutlich weniger umwelt- und klimaschonend zu sein, als dies Jahre lang propagiert wurde. Fakt ist, dass in Deutschland nur eine sehr begrenzte Zahl an Häusern mit “nachhaltiger” Biomasse beheizt werden können. Von vielen Seiten wird daher gefordert Biomasse langfristig nur noch in denkmalgeschützten Gebäuden anzuwenden, da diese meist nur sehr schlecht energetisch saniert werden können.
Heizungstausch
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Zuschuss zum Heizungstausch
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Heizungstausch: das Wichtigste in Kürze
Welche Heizung passt? In den meisten Häusern ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die günstigste Lösung über die Lebensdauer. Ob die vorhandenen Heizkörper reichen, zeigt eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. In schlecht gedämmten Altbauten kann eine Hybridheizung aus Wärmepumpe und Gaskessel sinnvoll sein.
Was kostet eine Wärmepumpe? Im Einfamilienhaus meist 30.000 bis 40.000 € einschließlich Einbau. Davon übernimmt die KfW bis zu 70 %, höchstens 19.600 €. In Stuttgart kommen 300 € je kW Heizleistung aus dem städtischen Heizungsprogramm dazu.
Was gilt rechtlich? Seit Juli 2026 ersetzt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) das GEG. Die 65-%-Regel ist entfallen; für neue Gas- und Ölheizungen steigt ab 2029 der Pflichtanteil klimaneutraler Brennstoffe. Ziel bleibt klimaneutrales Heizen bis 2045.
Häufige Fragen
Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau mit Heizkörpern?
Meistens ja. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur an kalten Tagen. Eine Heizlastberechnung zeigt, ob einzelne Heizkörper getauscht werden sollten. Oft reichen zwei oder drei größere Heizkörper.
Wie viel Förderung gibt es für den Heizungstausch?
bis zu 30 % Grundförderung, für Selbstnutzer bis zu 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und bei niedrigem Einkommen bis zu 40 % Einkommensbonus. Insgesamt höchstens 70 % von 28.000 €, also 19.600 € im Einfamilienhaus. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab Februar 2027.
Darf ich noch eine Gasheizung einbauen?
Ja. Seit dem GModG gibt es keine 65-%-Pflicht mehr. Ab 2029 muss aber ein steigender Anteil klimaneutraler Brennstoffe wie Biomethan genutzt werden, was den Betrieb verteuern kann.
Wo darf die Wärmepumpe stehen?
Das Außengerät muss die Lärmgrenzwerte zum Nachbarn einhalten. Den richtigen Abstand und Aufstellort prüfen wir vor dem Kauf, damit es keinen Ärger gibt.
Steffen Rommel erklärt
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